Wir wehren uns!

finale

Stellungnahme zur geplanten Vereinheitlichung von Melde und Prüfungszeiträumen:
Der Fachrat Geographie spricht sich ausdrücklich gegen die geplante Vereinheitlichung der Melde- und Prüfungszeiträume aus. Die Vereinheitlichung der Prüfungszeiträume bringt in der aktuellen Form erhebliche Nachteile und eine erhöhte Belastung für die Studierenden unserer Studiengänge mit sich. Wir vertreten Studierende des Bachelors und Fachübergreifenden Bachelors Geographie, des Masters Wirtschaftsgeographie, des Masters Landschaftswissenschaften sowie der Promotion Geographie.
Aktuell ist es in allen von uns vertretenen Studiengängen möglich, sich einen von zwei angebotenen Prüfungsterminen innerhalb eines Semesters auszusuchen. Dies ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Gestaltung des Studiums, seien es private oder universitäre Verpflichtungen. Außerdem kann im Falle eines Nichtbestehens direkt der zweite Prüfungszeitraum als Wiederholungstermin wahrgenommen werden. Es ist wesentlich effizienter auf bereits Gelerntem aufzubauen und die Prüfung im selben Semester noch einmal zu abzulegen, anstatt sich den Lehrstoff ein Semester oder sogar ein Jahr später anzueignen.
Ein weiteres Problem sind aufeinander aufbauende Module. Bei Nichtbestehen der jeweiligen Prüfungsleistung darf das Folgemodul im darauffolgenden Semester nicht belegt werden. Dies führt zu einer zwangsläufigen Verlängerung des Studiums um zwei Semester. Auch ein Termin für Wiederholungsprüfungen während der Vorlesungszeit des kommenden Semesters würde hier keine Abhilfe schaffen, da die meisten Module bereits zu Beginn der Vorlesungszeit starten. In diesem Fall gäbe es eine große Unsicherheit zu Beginn des Semesters, in Verbindung mit erzwungenen Lernphasen für die Wiederholungsprüfungen mitten im weiter voranschreitenden Semester und allen für dieses Semester vorgesehenen Modulen.
Die Wahl eines von zwei Prüfungszeiträumen bringt außerdem den Vorteil, dass bei Überschneidungen von Prüfungen aus verschiedenen Instituten trotzdem alle geforderte Prüfungen in einem Semester absolviert werden können. Dies betrifft alle Studierende unserer Fachrichtungen, sowohl die Studierenden im Fächerübergreifenden Bachelor oder Lehramtsstudium (2. Fach bzw. 2. Fach und Veranstaltungen der Didaktik) als auch Einfachbachelor und Master (Ergänzungsbereiche).
Besonders in den Modulen der Geographischen Institute sind wir mit verpflichtenden Exkursionen, Praktika (Fach- sowie Schulpraktika), Auslandssemestern, Blockseminaren und Laboren während der vorlesungsfreien Zeit konfrontiert. Diese müssen oft Monate im Voraus geplant werden, zu Zeitpunkten an denen die Prüfungstermine meist noch nicht feststehen. Eine Veränderung des Prüfungszeitraumes über die gesamte vorlesungsfreie Zeit würde diese Planung erheblich erschweren und im Falle von Überschneidungen zu einer Verlängerung der Studienzeit führen.
Die geplante Veränderung des Systems führt außerdem zu einer erschwerten Studiensituation für Erasmusstudierende, was unserm Bestreben nach Internationalität unserer Studiengänge entgegenwirkt.
Zusammenfassend würde eine Vereinheitlichung der Melde- und Prüfungszeiträume zu einer Verlängerung der Studienzeit durch Überlastung, erschwerten Prüfungsbedingungen und einer fehlenden Flexibilität in der Studienverlaufsplanung führen. Dies führt zu einer besonderen Benachteiligung der Studierenden, die ohnehin durch erschwerte Bedingungen, wie die finanzielle Situation (BAföG, Nebenjob etc.) oder die Vereinbarung von Familie und Studium, belastet sind.
Aufgrund der genannten Gründe fordern wir die Universitätsleitung auf, von der geplanten Vereinheitlichung der Melde- und Prüfungszeiträume in der aktuellen Form Abstand zu nehmen und ein neues Konzept auszuarbeiten, das die Forderungen des Bündnisses gegen die Vereinheitlichung von Melde- und Prüfungszeiträumen beachtet.

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